Die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) erleben derzeit eine dramatische Preissteigerung, die sich unmittelbar auf Hardware-Anschaffungen auswirkt. Im ersten Quartal 2026 steigen die Vertragspreise für DRAM um 50 bis 60 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Viele Speicherkits haben sich innerhalb weniger Monate mehr als verdoppelt oder verdreifacht.
Ursachen der Preisentwicklung
Der Hauptgrund für die Preisexplosion ist die massive Nachfrage durch KI-Rechenzentren und die Umstellung auf DDR5-Technologie. Die Hersteller haben ihre Produktion auf hochpreisige Speicher für KI-Server umgestellt und schränken die Lieferungen an PC-Hersteller und Modulhersteller ein, da sie mit KI-Komponenten höhere Gewinnmargen erzielen. Dies führt zu einer deutlichen Verknappung bei Standard-RAM-Modulen für PCs, Notebooks und Server.
Auswirkungen auf die IT-Beschaffung
Große Hersteller wie ASUS haben bereits ab dem 5. Januar 2026 Preiserhöhungen für SSDs und DRAM-Kits angekündigt. Viele Laptop-Hersteller reagieren mit Sparmaßnahmen: Künftig werden mehr Notebooks mit nur noch 8 GB RAM ausgeliefert, während AMD sogar ein Comeback der günstigeren DDR4-Plattform AM4 erwägt. Experten prognostizieren, dass dieser Bullenmarkt bis weit ins Jahr 2026 anhalten wird.
Empfehlung für IT-Verantwortliche: Wer in naher Zukunft Hardware-Upgrades oder Neuanschaffungen plant, sollte diese Entwicklung in der Budgetplanung berücksichtigen und gegebenenfalls Anschaffungen vorziehen oder DDR4-Alternativen in Betracht ziehen.


